Die Herz-Lungen-Maschine antwortet (Nora Gomringer)

Zweifelsohne ist Nora Gomringers Gedicht „Die Herz-Lungen-Maschine antwortet“ (2015) ein hervorragendes Beispiel für die popkulturell-persiflierende Metareflexion moderner Liebeslyrik.

In ihrem Poem verarbeitet die Bachmann-Preisträgerin nämlich gleichsam naturwissenschaftlich-medizinische wie emotionale Facetten und Implikationen des – seit der frühantiken Liebeslyrik rege frequentierten – Herz-Topos, vermeidet jedoch dabei ebenso den Bruch mit selbigem: „Ich bin die Liebe weißer halber Götter […] [–] die große automatisierte Liebeszwangsmaschinerie“ (V. 13-16).

Gerade diese Rückbezüglichkeit auf die Traditionslinie – also auf die »Funktionsweise« von Liebesgedichten in vorangegangenen Epochen – verleiht der Stunde Relevanz.

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